Gemmotherapie – Knospenheilkunde

Dem Zauber der Natur ist jeder erlegen.

lotusblüten

DIE GEMMOTHERAPIE GEHÖRT ZUR KRÄUTERHEILKUNDE UND IST NOCH WENIG BEKANNT IN DEUTSCHLAND.

Schon im Mittelalter verwendeten die Menschen Knospen von Pappeln in einer Salbe. Dr. Pol Henry interessierte sich für die Forschungsarbeiten von Dr. Paul Niehans (1882-1971), einem Schweizer Arzt der Erfinder der Frischzellentherapie, die heute nicht mehr angewendet wird.

Er wollte mit pflanzlichen Frischzellen eine neue Therapieform entwickeln. Aus den Pflanzenknospen der Bäume und Sträucher wird ein Mazerat aus Wasser, Alkohol und Glycerin hergestellt und für mehrere Wochen ausgezogen. Durch diese Mischung bleibt das Pflanzenmaterial stabil und unterschiedliche chemische Wirkstoffen werden aus den Knospen herausgelöst. 1956 fand die Herstellung der Glycerolmazerate Einzug in das offizielle französische Arzneibuch.

Die Knospe ist ein embryonales Gewebe aus der Pflanze. Wenn im Frühling alles in Wachstum ist, so kommen auch die kleinen Knospen mit voller Kraft aus den Bäumen und Sträuchern. In diesen Knospen sind auf natürliche Weise Mineralien, Vitamine, Spurenelemente und Wachstumshormone vorhanden. Ohne diese Knospe gibt es kein Leben, sie enthält jegliche Information die die Pflanze braucht um zu wachsen, sich zu differenzieren und entwickeln zu können.

Durch die Pflanzenhormone wie z.B. Gibberellin und Auxin wird das Austreiben der Knospen gesteuert. Ein weiteres Pflanzenhormon stoppt dieses Wachstum.

Die Gemmotherapie wirkt wie eine Frischzellenkur. Die Auszüge schmecken durch das Glycerin leicht süßlich. Kindern wie Erwachsene lieben die Knospentherapie.

Die frischen Blattknospen werden z.B. aus der schwarzen Johannisbeere, eines der Hauptmittel in der Gemmotherapie, aus der Birke, der Eiche, dem Mammutbauen oder auch der Himbeere, der Linde, der Preiselbeere gewonnen.

Es gibt Einzelpräparate, aber auch fertig gemischte Produkte die auch teilweise mit ätherischen Ölen gemischt werden und so ein breiteres Wirkungsspektrum haben.

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